17.02.2011
Dr. Raschauer, Nicolas
AgrarrechtsänderungsG 2010 kundgemacht
null
Am 15.2.2011 ist das Agrarrechtsänderungsgesetz 2010 im BGBl I kundgemacht worden (BGBl I 2011/10). Zentraler Inhalt des G ist das Pflanzenschutzmittelgesetz 2011.  Mit Inkrafttreten der VO 1107/2009/EG mit 14. 6. 2011 wird das Pflanzenschutzmittelrecht der EU neu geregelt. Dies hat nationale Umsetzungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Auch die RL 2009/128/EG war in nationales Recht umzusetzen. Mit dem Pflanzenschutzmittelgesetz 2011 werden daher nun Regelungen für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln und Grundsätze für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Umsetzung der RL 2009/128/EG festgelegt und die für die Verwendung relevanten Bestimmungen des Pflanzenschutzgrundsatzgesetzes als Grundsatzbestimmungen aufgenommen. Das Gesetz tritt überwiegend mit 14. 6. 2011 in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft:
  • Pflanzenschutzmittel-Einfuhrverordnung, BGBl 1991/372,
  • Gleichstellungsverordnung Bundesrepublik Deutschland, BGBl II 1998/109,
  • Gleichstellungsverordnung Königreich der Niederlande, BGBl II 2002/52,
  • V des BMLFUW über das Verbot von Pflanzenschutzmitteln, die bestimmte Wirkstoffe enthalten, BGBl II 2002/308 idF BGBl II 2004/128,
  • Pflanzenschutzmittelgebührentarif 2003 - PGT 2003, BGBl II 2003/332.
Mit 15. 2. 2011 tritt weiters § 3a des Pflanzenschutzgrundsatzgesetzes, BGBl I 1999/140 idF BGBl I 2005/87, außer Kraft. Weiters enthält das AgrarrechtsänderungsG ein Pflanzenschutzgesetz 2011. Mit diesem G werden die Vorschriften betreffend die Übertragungen amtlicher Tätigkeiten, einschließlich der Durchführung von Laboruntersuchungen, an juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts präzisiert und an die RL 2009/143/EG angepasst. Weiters werden die phytosanitär relevanten Bestimmungen des Pflanzenschutzgrundsatzgesetzes als Grundsatzbestimmungen integriert. Das Pflanzenschutzgesetz 2011 tritt mit 16. 2. 2011 in Kraft. Gleichzeitig werden aufgehoben:
  • das Pflanzenschutzgesetz 1995, BGBl 1995/532, zuletzt geändert durch BGBl I 2009/86;
  • das Pflanzenschutzgrundsatzgesetz, BGBl I 1999/140, ausgenommen dessen § 3a, zuletzt geändert durch BGBl I 2005/87.
Folgende aufgrund des Pflanzenschutzgesetzes 1995 erlassenen Verordnungen bleiben bis zur Erlassung einer den jeweils betreffenden Anwendungsbereich regelnden neuen Verordnung als Bundesgesetze in Kraft:
  • die Pflanzenschutzverordnung, BGBl 1996/253, zuletzt geändert durch BGBl II 2010/96;
  • die Pflanzenschutzverordnung-Holz, BGBl II 2001/319, zuletzt geändert durch BGBl II 2009/320;
  • die Eintrittstellen-Verordnung, BGBl II 2004/186, zuletzt geändert durch BGBl II 2007/354;
  • die Pflanzenschutz-Formular-Verordnung, BGBl II 2005/123;
  • die Pflanzenschutz-Maßnahmen-Verordnung, BGBl II 2007/195.
Die aufgrund des Pflanzenschutzgrundsatzgesetzes erlassenen Ausführungsgesetze der Länder bleiben bis zur Erlassung der aufgrund dieses Bundesgesetzes auszuführenden Gesetze der Länder in Kraft.
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